Lege eine Tabelle mit Spalten für Woche, Eröffnungsbestand, geplante Zahlungseingänge, geplante Zahlungsausgänge, Schlussbestand und Notizen an. Trage sichere und wahrscheinliche Beträge getrennt ein. Aktualisiere jeden Freitag in zehn Minuten. Markiere Unklarheiten mit Fragen an Kund:innen oder Lieferant:innen. So wird Unsicherheit sichtbar, berechenbar und diskutierbar – und dein Kontostand spiegelt bald Plan statt Zufall wider.
Baue drei Varianten: Basis, optimistisch, vorsichtig. Verschiebe strittige Rechnungen um ein bis zwei Wochen, simuliere Teilzahlungen, streiche unkritische Ausgaben vorübergehend. Definiere Auslöser: Wenn X nicht bis Datum Y bezahlt ist, greift Plan B. Szenarien verhindern Schockstarre, weil du Optionen vorbereitet hast. Entscheidungen fallen ruhiger, Gespräche klarer und Prioritäten richten sich an realen Zahlen, nicht an Hoffnungen.
Wähle drei Signale: Tage bis Kontostand null, durchschnittliche Zahlungsdauer deiner Kund:innen, Verhältnis offener Forderungen zu monatlichen Fixkosten. Ergänze ein Vertriebs-Signal wie Anzahl aktiver Angebote. Trage sie sichtbar in dein Wochen-Review. Wenn zwei Indikatoren Gelb zeigen, agiere sofort: Mahnung senden, Zwischenrechnung stellen, Kosten einfrieren. Je früher du handelst, desto kleiner werden die Konsequenzen und desto größer bleibt deine Handlungsfreiheit.